Da das Inkrafttreten der Verpackungsverordnung (PPWR) näher rückt, hat sich in Deutschland eine wichtige Entwicklung ergeben. Die Europäische Kommission hat ihre ausführliche Stellungnahme zum Entwurf des deutschen Gesetzes zur Umsetzung der Verpackungsverordnung, bekannt als VerpackDG, zurückgezogen.
Diese Entscheidung hebt die Verlängerung der Stillhaltefrist im Rahmen des EU-Notifizierungsverfahrens auf und ermöglicht es Deutschland erneut, das Gesetz zu verabschieden, bevor die PPWR am 12. August 2026 in Kraft tritt.
Dies ist zwar eine bedeutende regulatorische Neuerung, mindert jedoch nicht die Bedeutung der Vorbereitung auf die PPWR. Vielmehr unterstreicht sie die enge Verbindung zwischen der nationalen Verpackungsgesetzgebung und dem bevorstehenden EU-weiten Rechtsrahmen. Für Unternehmen, die Verpackungen auf dem deutschen und europäischen Markt in Verkehr bringen, bleibt die Beobachtung dieser Entwicklungen von entscheidender Bedeutung.
Aktuelles Update: Europäische Kommission zieht ihre ausführliche Stellungnahme zurück
Jüngsten Berichten zufolge hat die Europäische Kommission ihre ausführliche Stellungnahme zum Entwurf des VerpackDG-Gesetzes zurückgezogen. Die ausführliche Stellungnahme hatte zuvor die Stillhaltefrist im Rahmen des TRIS-Notifizierungsverfahrens verlängert und damit die mögliche Verabschiedung des Gesetzes verzögert.
Mit der Rücknahme der Stellungnahme entfällt die zusätzliche Wartezeit. Das bedeutet, dass Deutschland den Gesetzgebungsprozess fortsetzen und das VerpackDG möglicherweise noch vor Inkrafttreten der PPWR am 12. August 2026 umsetzen kann.
Die von der Europäischen Kommission durchgeführte Überprüfung konzentrierte sich auf mehrere Schlüsselbereiche:
– Begriffe und Definitionen, die auch im Rahmen der PPWR geregelt sind
– Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Herstellerregister
– Meldepflichten
– Offenlegungspflichten im Rahmen von Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR)
Obwohl die detaillierten Gründe für die Rücknahme nicht vollständig veröffentlicht wurden, signalisiert diese Entwicklung Fortschritte hin zu einer stärkeren Angleichung der deutschen Verpackungsgesetzgebung an den europäischen Rechtsrahmen.
Quellen
Branchenpublikationen, darunter EUWID, haben die Entwicklung aufmerksam verfolgt und über die Rücknahme der ausführlichen Stellungnahme der Kommission berichtet. Die Aktualisierung ist auch im breiteren Kontext des Übergangs zur PPWR relevant, der derzeit in allen EU-Mitgliedstaaten stattfindet.
Was ist das VerpackDG?
Das VerpackDG ist das deutsche Gesetz zur Umsetzung der Verpackungsverordnung. Ziel der Gesetzgebung ist es, die bestehenden deutschen Verpackungsvorschriften an die neuen Anforderungen der PPWR anzupassen.
Während die PPWR in der gesamten Europäischen Union unmittelbar gilt, bleiben nationale Gesetze wie das VerpackDG wichtig, da sie Verwaltungsprozesse, Durchsetzungsstrukturen, Registrierungsanforderungen und praktische Umsetzungsmaßnahmen festlegen.
Für in Deutschland tätige Unternehmen wird das VerpackDG dazu beitragen, zu definieren, wie bestimmte Verpackungsverpflichtungen auf nationaler Ebene überwacht und durchgesetzt werden.
Es wird erwartet, dass das Gesetz eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Übergangs Deutschlands zur neuen Verpackungskonformität spielen wird.
Wie greifen die VerpackDG und die PPWR ineinander?
Einer der wichtigsten Punkte, den Unternehmen verstehen müssen, ist, dass die VerpackDG die PPWR nicht ersetzt.
Die PPWR ist eine EU-Verordnung und gilt ab dem 12. August 2026 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Nationale Rechtsvorschriften wie die VerpackDG ergänzen die Verordnung, indem sie lokale Umsetzungsmechanismen vorsehen.
Es wird erwartet, dass sich mehrere Bereiche der beiden Rahmenwerke überschneiden werden.
| Anforderungen der PPWR | Relevanz der VerpackDG |
| Definitionen von Verpackungen | Nationale Auslegung und Durchsetzung von verpackungsbezogenen Anforderungen |
| Registrierung von Herstellern | Verwaltung und Organisation des nationalen Verpackungsregisters |
| EPR-Verpflichtungen | Berichterstattung, Kontrolle und Überwachung der Einhaltung von Anforderungen der erweiterten Herstellerverantwortung |
| Dokumentationspflichten | Überprüfung, Nachweisführung und Durchsetzung regulatorischer Anforderungen |
| Überwachung der Einhaltung | Aufsicht und Kontrolle durch nationale Behörden zur Sicherstellung der Rechtskonformität |
Für Unternehmen bedeutet dies, dass beide Rahmenwerke künftig Einfluss auf die Maßnahmen zur Einhaltung der Verpackungsvorschriften haben werden.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Die jüngsten Informationen schaffen zwar etwas Klarheit hinsichtlich des Gesetzgebungsprozesses, machen Vorbereitungsmaßnahmen jedoch nicht überflüssig. Unternehmen sollten sich weiterhin auf mehrere Schlüsselbereiche konzentrieren.
Beobachtung der regulatorischen Entwicklungen
Das Zusammenspiel zwischen der VerpackDG und der PPWR wird sich weiterentwickeln. Unternehmen sollten sich über künftige Leitlinien, Umsetzungsmaßnahmen und Gesetzesänderungen auf dem Laufenden halten.
Verpackungsdaten überprüfen
Genaue Verpackungsinformationen werden unter dem neuen Rechtsrahmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Materialdaten, Verpackungsspezifikationen und Lieferanteninformationen ordnungsgemäß gepflegt werden.
EPR-Bereitschaft stärken
Die Anforderungen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) bleiben ein wichtiger Schwerpunktbereich. Die Berichtspflichten und Compliance-Anforderungen könnten im Laufe der Umsetzung zunehmen.
Dokumentationsprozesse verbessern
Technische Dokumentationen, Erklärungen und Konformitätsaufzeichnungen müssen korrekt, zugänglich und regelmäßig aktualisiert sein.
Sich auf die Anforderungen der PPWR vorbereiten
Der Umsetzungstermin der PPWR bleibt unverändert. Unternehmen sollten sich weiterhin auf die Verpflichtungen in Bezug auf Recyclingfähigkeit, Verpackungsminimierung, Kennzeichnung und Dokumentationsanforderungen vorbereiten.
Warum ist eine frühzeitige Vorbereitung nach wie vor wichtig?
Die Rücknahme der ausführlichen Stellungnahme der Kommission sollte nicht als Grund dafür angesehen werden, Maßnahmen zur Einhaltung der Vorschriften aufzuschieben.
Vielmehr unterstreicht sie die Bedeutung eines frühzeitigen Handelns.
Viele Unternehmen sind noch dabei zu ergründen, wie sich die Anforderungen der PPWR auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken werden. Gleichzeitig entwickelt sich die nationale Gesetzgebung in ganz Europa weiter.
Eine frühzeitige Vorbereitung ermöglicht es Unternehmen:
– Compliance-Lücken zu identifizieren
– die Qualität der Verpackungsdaten zu verbessern
– die Koordination mit Lieferanten zu stärken
– Dokumentationsabläufe vorzubereiten
– Anforderungen an die Recyclingfähigkeit zu bewerten
– die EPR-Bereitschaft zu verbessern
– zukünftige Compliance-Risiken zu reduzieren
Unternehmen, die heute strukturierte Compliance-Prozesse etablieren, werden in einer stärkeren Position sein, wenn die regulatorischen Anforderungen vollständig in Kraft treten.
Wie unterstützt PackIntelX den regulatorischen Übergang?
Die Bewältigung des Übergangs von nationalen Rechtsvorschriften zu neuen EU-Anforderungen kann eine Herausforderung darstellen. Unternehmen benötigen Transparenz, Struktur und zuverlässige Compliance-Prozesse.
PackIntelX hilft Unternehmen bei der Vorbereitung durch eine Kombination aus fachkundiger Beratung, praktischen Workshops und digitalen Compliance-Lösungen.
Zu den wichtigsten Unterstützungsbereichen gehören:
– PPWR-Workshops und -Beratung
– Gespräche zur VerpackDG-Bereitschaft
– Unterstützung bei der Strategie zur erweiterten Herstellerverantwortung
– Dienstleistungen zur Lieferantenkoordination
– Verwaltung der EU-Konformitätserklärung
– Zentralisierung von Verpackungsdaten
– Digitalisierung der Compliance
– Bewertungen der Recyclingfähigkeit
– Laufende Überwachung der Rechtslage
Durch die Kombination von regulatorischem Fachwissen mit digitalen Tools unterstützt PackIntelX Unternehmen dabei, skalierbare Compliance-Prozesse zu entwickeln, die sich an die sich ständig ändernden Anforderungen anpassen lassen.
Wichtige Compliance-Bereiche, die zu überwachen sind
Die folgende Tabelle zeigt einige der wichtigsten Bereiche auf, auf die sich Unternehmen beim Übergang von den bestehenden Verpackungsvorschriften zum PPWR-Rahmenwerk konzentrieren sollten.
| Bereich Compliance | Warum dies wichtig ist |
| Verwaltung von Verpackungsdaten | Unterstützt eine genaue Berichterstattung und Dokumentation |
| EPR-Verpflichtungen | Hilft bei der Erfüllung nationaler und EU-weiter Meldepflichten |
| Lieferantenkoordination | Gewährleistet den Zugriff auf erforderliche Verpackungsinformationen |
| Bewertung der Recyclingfähigkeit | Unterstützt zukünftige PPWR-Konformitätsanforderungen |
| Dokumentenmanagement | Verbessert die Auditbereitschaft und die Überprüfung der Konformität |
| Beobachtung der Rechtslage | Hilft Unternehmen, über Gesetzesänderungen auf dem Laufenden zu bleiben |
| EU-Konformitätserklärungen | Unterstützt die Überprüfung der Verpackungskonformität |
| Digitalisierung der Compliance | Vereinfacht die Verwaltung komplexer regulatorischer Anforderungen |
Fazit
Die Entscheidung der Europäischen Kommission, ihre ausführliche Stellungnahme zurückzuziehen, stellt einen wichtigen Schritt im Gesetzgebungsverfahren zum deutschen Verpackungsgesetz (VerpackDG) dar. Damit wird ein wesentliches Hindernis beseitigt und es wird ermöglicht, das Gesetz noch vor Inkrafttreten der PPWR am 12. August 2026 voranzubringen.
Die übergeordnete Botschaft für Unternehmen bleibt jedoch unverändert. Der Übergang zur PPWR ist bereits im Gange, und Unternehmen sollten sich weiterhin auf neue Compliance-Verpflichtungen, Dokumentationspflichten und EPR-Verantwortlichkeiten vorbereiten.
Wenn die VerpackDG und die PPWR nebeneinander gelten, sind Unternehmen, die in Vorbereitungen, Lieferantenkoordination und die Digitalisierung der Compliance investieren, besser für langfristigen Erfolg aufgestellt.
PackIntelX unterstützt Unternehmen dabei, sich in diesem sich wandelnden regulatorischen Umfeld zurechtzufinden – durch fachkundige Beratung, praxisorientierte Workshops und digitale Compliance-Lösungen, die darauf ausgelegt sind, die Einhaltung der Verpackungsvorschriften zu vereinfachen und die Bereitschaft für künftige regulatorische Anforderungen zu gewährleisten.
Bleiben Sie mit PackIntelX den Entwicklungen rund um die VerpackDG und die PPWR einen Schritt voraus und entwickeln Sie noch heute eine intelligentere, zukunftsfähige Strategie zur Einhaltung der Verpackungsvorschriften.


