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Bio-based plastic packaging and renewable feedstocks such as corn and sugarcane under the PPWR

Biobasierte Kunststoffe unter der PPWR: Könnten erneuerbare Rohstoffe die Zukunft von Kunststoffverpackungen prägen?

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu biobasierten Rohstoffen in Kunststoffverpackungen gestartet. Das Ergebnis könnte neue Nachhaltigkeitsanforderungen, Ziele für erneuerbare Rohstoffe und möglicherweise mehr Flexibilität bei der Erfüllung der Rezyklatanteil-Vorgaben der PPWR mit sich bringen.

Die Zukunft von Kunststoffverpackungen in Europa könnte weniger von fossilen Rohstoffen abhängig werden. Am 21. Oktober 2026 hat die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation zu biobasierten Rohstoffen in Kunststoffverpackungen gestartet und lädt Unternehmen und Interessenträger ein, zu einem möglichen neuen Rechtsrahmen gemäß Artikel 8 der Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) beizutragen.

Während sich die PPWR derzeit auf die Vermeidung von Verpackungsabfällen, die Recyclingfähigkeit und verpflichtende Rezyklatanteile konzentriert, prüft die Kommission, ob Kunststoffe aus erneuerbaren biologischen Ressourcen eine größere Rolle bei der Erreichung der Kreislaufwirtschafts- und Nachhaltigkeitsziele der EU spielen könnten.

Für Unternehmen könnte dies neue Möglichkeiten eröffnen, Verpackungsmaterialien zu diversifizieren, die Abhängigkeit von fossilen Kunststoffen zu verringern und langfristige nachhaltige Verpackungsstrategien zu entwickeln.

Wichtige Fragen bleiben jedoch offen: Können biobasierte Kunststoffe zu den Rezyklatanteil-Zielen beitragen? Welche Rohstoffe würden als nachhaltig gelten? Und wann können Unternehmen mit klareren regulatorischen Anforderungen rechnen?

Was sind biobasierte Kunststoffe, und warum sind sie relevant?

Biobasierte Kunststoffe werden ganz oder teilweise aus erneuerbaren biologischen Ressourcen wie Zuckerrohr, Mais, Zellulose oder Holzreststoffen hergestellt und nicht ausschließlich aus fossilen Rohstoffen.

Sie könnten dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu verringern und den CO₂-Fußabdruck von Kunststoffverpackungen möglicherweise zu senken.

Allerdings gilt: Biobasiert bedeutet nicht automatisch biologisch abbaubar, kompostierbar oder recycelbar. Ihre Umweltleistung hängt von der Rohstoffbeschaffung, den Produktionsverfahren und der Kompatibilität mit bestehenden Recyclingsystemen ab.

Wie hängt das mit der PPWR zusammen?

Gemäß Artikel 7 führt die PPWR ab 2030 verbindliche Mindestanteile an Rezyklat für Kunststoffverpackungen ein, die je nach Verpackungskategorie zwischen 10 % und 35 % liegen, vorbehaltlich geltender Ausnahmen und Umsetzungsbedingungen.

Derzeit werden biobasierte Primärkunststoffe nicht auf diese Rezyklatanteil-Ziele angerechnet.

Artikel 8 eröffnet jedoch die Möglichkeit einer größeren Rolle für biobasierte Rohstoffe. Die Kommission prüft, ob Folgendes eingeführt werden soll:

  • Nachhaltigkeitsanforderungen für biobasierte Rohstoffe.
  • Ziele für den Einsatz biobasierter Rohstoffe in Kunststoffverpackungen.
  • Begrenzte Möglichkeiten, in bestimmten Anwendungen von Verpackungen mit Lebensmittelkontakt, bei denen keine geeigneten Recyclingtechnologien verfügbar sind, Rezyklat durch biobasierte Anteile zu ersetzen.

Dies könnte Verpackungsherstellern zusätzliche Optionen eröffnen, insbesondere dort, wo der Einsatz von Rezyklat technisch weiterhin schwierig ist.

Wichtig: Es wurden keine neuen Ziele für biobasierte Anteile und keine Substitutionen genehmigt.

Worum geht es bei der Konsultation, und wann können Unternehmen mit Ergebnissen rechnen?

Die Europäische Kommission holt Stellungnahmen zu Verfügbarkeit, Leistungsfähigkeit, Umweltauswirkungen und Nachhaltigkeit biobasierter Rohstoffe ein sowie zu möglichen Regulierungsmaßnahmen, um deren Einsatz zu fördern.

Die öffentliche Konsultation wurde am 21. Oktober 2026 eröffnet und läuft bis zum 13. Januar 2027.

Nach Artikel 8 der PPWR muss die Kommission ihre Überprüfung bis zum 12. Februar 2028 abschließen und kann weitere Rechtsvorschriften vorschlagen. Das Ergebnis der Konsultation wird dazu beitragen, zu entscheiden, ob neue Anforderungen oder Anreize für biobasierte Kunststoffe erforderlich sind.

Bis zur Annahme neuer Rechtsvorschriften bleiben die bestehenden Anforderungen der PPWR unverändert.

Was bedeutet das für Unternehmen und ihre Verpackungsstrategie?

Die Konsultation signalisiert, dass biobasierte Kunststoffe künftig ein zusätzliches Element nachhaltiger Verpackungsstrategien werden könnten, das recycelte Materialien ergänzt, statt sie zu ersetzen.

Für Unternehmen bedeutet das, mögliche Alternativen zu prüfen und gleichzeitig die Einhaltung der aktuellen PPWR-Pflichten sicherzustellen.

Zu den wichtigsten Überlegungen gehören:

  • Materialauswahl: Prüfen, ob biobasierte Alternativen die Anforderungen an Leistung, Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit erfüllen.
  • Lieferantendokumentation: Verlässliche Informationen zu Materialzusammensetzung, Herkunft der Rohstoffe und Umweltleistung einholen.
  • Langfristige Compliance: Sich auf die Rezyklatanteil-Ziele vorbereiten und mögliche Änderungen der Anforderungen an biobasierte Anteile beobachten.

Die zentrale Herausforderung besteht darin, Verpackungslösungen zu entwickeln, die regulatorische Konformität, Umweltleistung und wirtschaftliche Machbarkeit miteinander verbinden.

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